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Budogala 2009: Japanische Kampfkünste unterlegt mit Spannung, Spaß und sportlichen Höchstleistungen
 


Die Türen der Urbacher Auerbachhalle hatten sich am „Tag der deutschen Einheit“ für die Budo-Show des Judoverein Urbach um 18:30 Uhr geöffnet. Über 150 Besucherinnen und Besucher von klein bis groß hatten sich eingefunden und konnten nach einer kurzen Begrüßung durch Vereinsvorstand Jürgen Schlotz die Darbietungen genießen.

Mit einem heftigen Wuseln auf der Matte begann die Vorführung der Judoabteilung. 30 Judo-Kids zwischen 7 und 14 Jahren die ihre weiß-gelben, gelben und orange-gelben Gürtel umgebunden hatten, demonstrierten einfache Wurftechniken und genau aufeinander abgestimmtes Domino-Fallen.
Danach waren die fortgeschrittenen Kinder und Jugendlichen an der Reihe und zeigten synchron Fall- und Wurftechniken. Drei Freiwillige aus dem Publikum konnten das Ganze dann auch aus absoluter Nähe begutachten, als die Mädels und Jungs über ihre Köpfe mit Flugrollen gleiteten.
Sehr realitätsnahes Fallen konnten dann die Zuschauer bei den erwachsenen Judoka sehen. Fallen über sehr hohe Hindernisse, von Stühlen oder Bierbänken – alles kein Problem für einen gut trainierten Judosportler. Bei absoluter Dunkelheit – nur die Judoanzügen leuchteten durch spezielle Lichteffekte – folgten dann spektakuläre Wurftechniken und abschließend wurden dem Publikum zu japanischen Klängen Ausschnitte aus Judo-Katas (traditionelle Wurfabläufe) demonstriert.

Weiter ging es dann mit der Aikido-Abteilung, welche mit 8 Personen eine dynamische Show bot. Hebel- und Wurfbewegungen gegen angreifende Personen wurden paarweise demonstriert. Dann folgten Techniken gegen Messerangriffe und eine Kata mit dem Stock. Den Abschluss bildete ein Kampf zwischen einer verteidigenden und mehreren angreifenden Personen.

Mit Selbstverteidigung ging es dann auch bei der Jiu-Jitsu-Vorführung weiter. 10 Jiu-Jitsuka demonstrierten realitätsnahe SV-Technik gegen Angriffe wie beispielsweise Festhalten, Schlagen oder Treten. Gefährlicher und entsprechend anspruchsvoller waren dann auch Verteidigungsverhalten gegen Würgeangriffe oder Bedrohungen mit einer Pistole. Alle gezeigten Situationen meisterten die Jiu-Jitsuka aber problemlos und zeigten dem Publikum, dass man mit entsprechendem Training auch in Extremsituationen die „Oberhand“ behalten kann.

Eine kleine Sondereinlage bot hierauf die neu umbenannte Abteilung für „Gesundheit und Lebensfreude“, deren Mitglieder ein koordinatives Gymnastikprogramm vorführten.

Anschließend kam ein weiteres Highlight: Eine meditative Iaido-Vorführung (Kunst des Schwertziehens) zeigte die Perfektion im Umgang mit dem Katana (jap. Schwert). Darauf aufbauend wurde es dann wieder actionreicher und die 9 Kendoka der Vereinsabteilung zeigten dem Publikum in dunkler Kleidung, mit Helm und Rüstung bewehrt ihre dynamische Kampfsportart. Mit speziellen Bambusschwertern fechteten die Sportler um Sieg und Niederlage. Die Demonstration dieser traditionsreichen und ebenso immer populärer werdenden Kunst setzte letztlich gegen 21:30 Uhr auch den Schlusspunkt der Budo-Vorführungen.

Dank einem eingespielten Team von Freiwilligen die sich in und um die Küche, am Ausschank und der Kasse einsetzten, konnten leckere Speisen und Getränke angeboten werden. Auch an süßem Nachtisch mangelte es dank vieler Kuchenspenden nicht.

Auch das neu designte T-Shirt des Vereins konnte erstmals der Öffentlichkeit präsentiert werden. Das japanische Schriftzeichen für Budo (Weg des Ritters) und ein stilisierter Bonsai-Baum bilden die Hauptmerkmale. Die Shirts sind über den Verein in einer limitierten Auflage erhältlich.

Im Name des Vereins nochmals ein herzliches Dankeschön an alle Helfer, Spender, Vorführenden und sonstigen Unterstützer.